Überspannungsschutzrelais defekt? Prüfen und Ersatz (W126, W201)
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Kaum ein Bauteil sorgt bei Mercedes-Oldtimern für so viel Fehlersuche wie das Überspannungsschutzrelais. Es sitzt versteckt im Elektrikkasten und schaltet trotzdem zentrale Verbraucher mit. Fällt es aus, wird oft tagelang an Einspritzung und Kabelbaum gesucht – dabei genügt am Ende ein Steckplatz. Dieser Ratgeber zeigt die typischen Symptome, die Eingrenzung in fünf Schritten und das passende geprüfte Originalteil ab Lager.

Original Mercedes-Benz Überspannungsschutzrelais A1265404745 – geprüft und funktionsfähig, Lieferumfang wie abgebildet.
Symptome: Woran erkennen Sie ein defektes Überspannungsschutzrelais?
Das ÜSR schützt die angeschlossene Elektronik vor Spannungsspitzen und führt die Versorgung mehrerer Steuergeräte über eine gemeinsame, oben aufgesteckte Sicherung. Genau das macht das Fehlerbild so verwirrend: Ein kleines Relais legt scheinbar zusammenhanglose Systeme gleichzeitig lahm. Welche Verbraucher darüber laufen, hängt von Baureihe, Motor und Ausstattung ab – das Grundprinzip ist bei allen gleich.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| Motor stirbt im Leerlauf oder während der Fahrt schlagartig ab und springt danach nicht mehr an | ÜSR: Sicherung durchgebrannt oder Kontakt im Relais unterbrochen – die Versorgung der Einspritzelektronik fällt weg |
| Leerlauf sägt, schwankt oder liegt dauerhaft zu hoch; der Motor nimmt schlecht Gas an | ÜSR: Leerlaufregelung ohne saubere Spannungsversorgung (ausstattungsabhängig) |
| Warnleuchte für ABS oder Antriebsschlupfregelung bleibt an, häufig zusammen mit Motoraussetzern | ÜSR: mehrere Steuergeräte hängen an derselben Absicherung |
| Fehler tritt sporadisch auf – nach Erschütterungen, bei Nässe oder nur bei bestimmten Temperaturen | ÜSR: korrodierte Steckkontakte oder kalte Lötstelle im Relais |
| Motor springt kalt schlecht an, läuft danach aber sauber durch | Eher Kaltstartventil – es arbeitet nur während des Startvorgangs |
| Schlechter Start nur nach längerer Standzeit, nach kurzem Stopp problemlos | Eher Kraftstoffdruckspeicher |
| Nur einzelne Kontrollleuchten im Kombiinstrument spinnen, der Motor läuft einwandfrei | Eher das Kontrollgerät |
Merkregel aus der Werkstattpraxis: Betrifft der Fehler mehrere unabhängige Systeme gleichzeitig, ist selten jedes Steuergerät für sich defekt – dann lohnt der Blick auf die gemeinsame Versorgung. Bleibt der Ärger auf ein System begrenzt, suchen Sie besser dort weiter.
Ursachen: Warum fällt das Relais nach Jahrzehnten aus?
Im Inneren sitzen eine Platine mit Lötstellen, Schutzbauteile gegen Spannungsspitzen und kräftige Steckkontakte. Nach Jahrzehnten im Motorraum kommt vieles zusammen: Der ständige Temperaturwechsel lässt Lötstellen feine Risse bilden – der Kontakt ist dann nur noch zeitweise da, typischerweise nicht, wenn es rüttelt oder heiß ist. Feuchtigkeit im Elektrikkasten oxidiert Steckerfahnen und Sockel, die Federkraft der Kontakte lässt nach.
Wichtig zur Einordnung: Eine durchgebrannte Sicherung auf dem Relais ist zunächst nur ein Symptom. Einmalig kann sie schlicht altersbedingt oder durch eine Spannungsspitze gefallen sein. Brennt sie nach dem Wechsel sofort wieder durch, liegt ein Kurzschluss im nachgelagerten Stromkreis vor – dann hilft kein neues Relais, dann muss der Fehler im Kabelbaum oder am Verbraucher gefunden werden.
Selbst prüfen: 5 Schritte, bevor Sie tauschen
- Sicherung auf dem Relais kontrollieren: der günstigste Schritt. Sicherung abziehen, durchmessen, Kontaktflächen reinigen und wieder fest aufsetzen. Die Einbaulage unterscheidet sich je nach Baureihe – gesucht ist der Relaisträger im Motorraum.
- Steckkontakte begutachten: Relais abziehen und Stifte, Sockel und Steckerfahnen auf Grünspan, Korrosion oder Brandspuren prüfen. Feuchtigkeit im Elektrikkasten ist ein Warnzeichen und sollte mit abgestellt werden.
- Spannung am Sockel messen: bei eingeschalteter Zündung die Versorgung am Sockel gegen Masse prüfen. Kommt dort schon keine Spannung an, liegt der Fehler davor – in der Vorsicherung oder im Kabelbaum – und nicht im Relais.
- Wackel- und Klopftest: bei laufendem Motor vorsichtig am Relais wackeln oder leicht dagegen klopfen. Setzt der Motor dabei aus oder geht er aus, spricht das deutlich für eine kalte Lötstelle oder einen müden Steckkontakt.
- Tauschtest: der eindeutige Nachweis. Ein bekannt funktionierendes Relais mit derselben Teilenummer einstecken und den Fehler nachstellen. Verschwindet er, war das alte Relais die Ursache.
Lösung: geprüftes Original-Relais A1265404745
Weil an diesem Relais die Versorgung empfindlicher Steuergeräte hängt, setzen wir auf Originalteile: Jedes Relais wird vor dem Verkauf einzeln geprüft und nur als funktionsfähig angeboten. Das Original-Überspannungsschutzrelais A1265404745 kostet 69,00 € und ist derzeit in fünf Stück ab Lager verfügbar; der Lieferumfang entspricht den Fotos im Angebot.
Überspannungsschutzrelais A1265404745
Original Mercedes-Benz, geprüft und funktionsfähig. Passend laut Angebot für W107, W116, W123, W126 und W201 – 69,00 €, fünf Stück ab Lager.
Zum Angebot →Sie suchen weitere Schaltrelais und Steuergeräte für Ihre Baureihe? Eine Übersicht finden Sie in der Rubrik Mercedes Relais und Steuergeräte; ebenfalls geprüft ab Lager liegt zum Beispiel das ASD-Relais A0085452432 für 44,00 € (W201, W124, W126).
Passende Fahrzeuge
| Baureihe | Modellreihe |
|---|---|
| W107 / R107 | SL und SLC |
| W116 | S-Klasse (im Angebotstitel als passend genannt) |
| W123 | Limousine, Coupé, T-Modell |
| W126 | S-Klasse |
| W201 | 190er |
Diese Angaben stammen aus unseren Produktdaten zum Teil A1265404745. Maßgeblich bleibt die Nummer auf Ihrem verbauten Relais – je nach Baujahr und Ausstattung gab es unterschiedliche Ausführungen. Im Zweifel senden Sie uns ein Foto des Altteils oder Ihre Fahrgestellnummer, wir prüfen die Passung kostenlos.
Häufige Fragen
Was macht das Überspannungsschutzrelais beim Mercedes?
Es schützt angeschlossene Elektronik vor Spannungsspitzen im Bordnetz und führt die Versorgung mehrerer Steuergeräte über eine gemeinsame, oben aufgesteckte Sicherung. Welche Verbraucher genau darüber laufen, hängt von Baureihe, Motor und Ausstattung ab.
Welche Symptome hat ein defektes Überspannungsschutzrelais?
Typisch ist ein plötzliches Absterben des Motors mit anschließenden Startproblemen, ein sägender oder zu hoher Leerlauf sowie Warnleuchten, die scheinbar ohne Zusammenhang gemeinsam auftreten. Charakteristisch ist außerdem, dass der Fehler sporadisch kommt und geht.
Kann ich das Überspannungsschutzrelais selbst prüfen?
Ja, in weiten Teilen. Sicherung kontrollieren, Steckkontakte auf Korrosion prüfen, Spannung am Sockel messen und der Klopftest bei laufendem Motor sind ohne Spezialwerkzeug machbar. Den eindeutigen Beweis liefert der Tauschtest gegen ein funktionierendes Relais gleicher Teilenummer.
Die Sicherung auf dem Relais brennt immer wieder durch – ist das Relais defekt?
Nicht zwangsläufig. Fällt die Sicherung nach dem Wechsel sofort wieder, deutet das auf einen Kurzschluss im nachgelagerten Stromkreis hin. Dann muss zuerst dieser Fehler gefunden werden, sonst zerstört er auch ein neues Relais oder dessen Sicherung.
Passt das Relais A1265404745 in mein Fahrzeug?
Laut unseren Produktdaten ist es für W107, W116, W123, W126 und W201 passend. Entscheidend bleibt die Nummer auf Ihrem eingebauten Relais. Senden Sie uns im Zweifel Fahrgestellnummer oder ein Foto des Altteils über das Kontaktformular – wir prüfen das kostenlos.
KFZTeile-Thot ist ein Fachbetrieb mit eigener Werkstatt und Prüfständen, spezialisiert auf Mercedes-Oldtimer, Kombiinstrumente und Elektrikkomponenten – mit über 1.080 eBay-Bewertungen (99,8 % positiv). Fragen zum Überspannungsschutzrelais oder zur Passung? Rufen Sie an: 0179 8991069 (Mo–Fr 8–18 Uhr) oder nutzen Sie das Kontaktformular. Weitere Elektrik-Ratgeber: Kontrollgerät defekt und Blinkgeber-Steuergerät prüfen.